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Hilft die Pille gegen Pickel?

Viele Menschen leiden kurzfristig oder dauerhaft unter Pickeln. Damit sind oft nicht nur die Teenager gemeint. Generell können in jedem Alter Hautunreinheiten auftreten. Betrachtet werden sollte zunächst wie diese entstehen, welche Ursachen Pickel haben können und ob die Pille vielleicht sogar eine Lösung für die kleinen Pusteln sein könnte.
Pille gegen Pickel

Was sind Ursachen für Pickel oder unreine Haut?

Wenn man sich die Hauptauslöser für Pickelchen betrachtet, so sind es in der Tat die hormonellen Veränderungen in der Pubertät, aber auch während oder nach einer Schwangerschaft. Wer Muskelaufbau betreibt und dazu evtl. auch Anabolika zum Einsatz bringt, wird früher oder später ebenfalls mit Pickeln in Form einer Akne beschert werden. Kosmetika ist ein weiterer Auslöser für Pickel, die entweder allergische Reaktionen auslösen kann, aber eben auch durch schlechte Hygiene auf der Haut verbleibt und die Talgdrüsen verstopfen kann und so zu Unreinheiten auf der Haut führen kann. Stress, schlechte Ernährung, Rauchen und Alkohol gelten ebenfalls als Ursache für Pusteln und Pickelchen. Bleiben wir also bei den hormonellen Pickeln. Die Frage ist, ob die Pille, gemeint ist die allgemein bekannte Antibabypille, als Lösung für die unschönen Pusteln auf der Haut sein kann.

Welche Mittel helfen sonst gegen Pickel?

Angefangen bei handelsüblichen Produkten in Form von Cremes, Salben, Tinkturen und Wässerchen, über die Spezialsalbe vom Hautarzt gibt es hormonhaltige und -freie Präparate (z.B. Retinoid, bestimmte Antibiotika und Benzoylperoxid).

Wie wirkt die Pille gegen Pickel?

Durch die regelmäßige Zufuhr eines Gestagen-Östrogen-Präparates kommt es dazu, dass die übermäßige Wirkung der männlichen Geschlechtshormone (Androgene) herabgesetzt wird, bzw. so ausgeglichen, dass diese nicht mehr übermäßig produziert werden. Das künstliche Östrogen erkennt man an dem Fachbegriff Ethinylestradiol und die verschiedenen Gestagene sind auf Verpackungen wie folgt benannt: Norethindron, Norgestimat, Levonorgestrel, Cyproteronacetat, Drospirenon, Chlormadinonacetat, Dienogest, Desogestrel.

Wie lange dauert es bis man sichtbare Erfolge am Hautbild erkennen kann?

Geduld, Geduld! Wer sich dazu entschließt, die Pille als Pickelvernichter einzusetzen, sollte sich mindestens 2-3 Monate, eher ein halbes bis ein Jahr gedulden. Der Hormonhaushalt muss sich auch mit den künstlich zugeführten Hormonen erst einmal stabilisieren und alles ins Lot bringen.

Was sagt die Forschung zu dem Thema?

In 31 Studien mit 12500 Teilnehmerinnen werteten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Wirkung der verschiedenen Pillenarten und ihre Wirksamkeit auf Akne aus. Man fand heraus, dass alle untersuchten Pillenpräparate Akne lindern konnten. All diese Präparate enthielten künstliche Östrogene, also weibliche Geschlechtshormone, die dazu beitragen, das Hautbild zu verbessern.

Gibt es Nachteile bei der Pille gegen Pickel?

Nicht unbeachtet sollten mögliche oder auch wahrscheinliche Nebenwirkungen der Pille bleiben. Angefangen bei Kopfschmerzen, über Übelkeit, Magenbeschwerden, Schlaflosigkeit oder bleiernde Müdigkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten oder auch Wassereinlagerungen…dies sind nur die harmlosen Erscheinungen. Weitaus schlimmer und gesundheitsgefährdener sind Thrombosen (Blutgerinnsel, die Gefäße verstopfen)! Das Thromboserisiko steigt mit der Einnahme der Pille um ein vielfaches. Wer dazu noch raucht, verdoppelt das Risiko gleich nochmal. Wer erblich vorbelastet ist, hat ein noch höheres Risiko, eine Thrombose zu entwickeln. Gerade die Einnahme der „modernen“ Pillensorten bergen ein hohes Risiko.

Was sagen Mädchen oder Frauen zum Thema Pille gegen Pickel?

Schaut man sich in diversen Foren um, so ist dieses Thema auf jeden Fall unter den „Top 10“! Und immer wieder kommt die Frage auf, ob es sich lohnt, Tag für Tag künstliche Hormone für ein vielleicht besseres Hautbild zu schlucken. Es gibt auch kritische Stimmen, die sagen, dass Frauenärzte daran zusätzlich verdienen, diverse Pillen zu verordnen…Das Gespräch und das Vertrauen zum Frauenarzt sollte daher an oberster Stelle stehen. Auf der anderen Seite findet man viele verzweifelte 13-18 Jährige, die sich mit wirklich schlimmer Akne umherquälen und wahrscheinlich schon jedes Mittelchen ausprobiert haben. Für sie ist die Pille der absolute Rettungsanker. Wobei sich da doch die Frage aufdrängt: Können Teenager schon selbst das Risiko einschätzen, was sich hinter der Pille verbirgt? Ärzte stehen unter Schweigepflicht. Deshalb wissen wahrscheinlich einige Eltern gar nichts von der Hormoneinnahme ihrer Töchter. Keine einfache Angelegenheit. Aufklärung ist alles – auch in Sachen mögliche Methoden um Akne in den Griff zu bekommen.

Fazit

Keine Frage – wer unter mittelschwerer oder gar schwerer Akne leidet, greift nach jedem Strohhalm um die lästigen und unschönen Pickel loszuwerden, doch Vorsicht: es sollte gut Nutzen und Risiko abgewogen werden. Die möglichen Nebenwirkungen der Pille, gerade das Thromboserisiko ist nicht zu unterschätzen. Man sollte sich vom Facharzt gut beraten und über mögliche Alternativen aufklären lassen. In der Regel ist alles ja nur eine Phase – so beispielsweise eben auch die Pubertät. Bevor man die vermeindliche Schönheitspille schluckt, sollte man schauen, ob sich nicht zum Bespiel über eine bessere, gesündere Ernährung, andere Kosmetika oder ein ingesamt gesünderer Lebensstil das Hautbild verbessern lässt. Vielleicht kann auch ein Besuch bei einer Kosmetikerin eine Lösung bringen, eine speziell abgestimmte Hautpflege, Sonnen – oder Lichttherapie. Jeder Mensch ist anders, jede Haut ist und reagiert auch anders. Deshalb kann man die Pille nicht als Allheilmittel gegen Pickel anpreisen. Jeder findet für sich die beste Lösung – ganz bestimmt!

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